Österreich zählt
zu jenen Ländern, in denen keine Malariaübertragung stattfindet. Nur im Zuge
der Reisetätigkeit kommt der Österreicher in Kontakt mit Malaria.
Dass Malaria
ein durchaus ernstzunehmendes Thema ist, sollen die nachfolgenden Zahlen kurz
illustrieren.
Weltweit
treten jedoch jährlich rund 300 bis 500 Millionen klinischer Malariafälle,
mehr als 90 % davon im tropischen Afrika, auf. Die Zahl der Malariatodesfälle
liegt zwischen 1,5 Millionen und 2,7 Millionen jährlich, davon betroffen etwa
eine Million Kinder unter fünf Jahren.
Fernreisende
importieren jährlich etwa 60 bis 90 Malariaerkrankungen nach Österreich, wovon
rund die Hälfte Fälle von Malaria tropica sind. Jährlich sterben etwa ein bis
zwei Österreicher an einer Malaria in Österreich, weil sie die Symptome
verkannt oder verharmlost haben. Die importierten Malariafälle sind samt und
sonders bei jenen Österreichern zu beobachten, die ihre Prophylaxe entweder gar
nicht oder sehr schlampig genommen haben.
Was ist
Malaria eigentlich?
Malaria zählt
zu den wichtigsten und gefährlichsten parasitären Erkrankungen des Menschen.
Die
Malariaerreger – nämlich Plasmodium falciparum, vivax, ovale und malariae –
werden durch weibliche Stechmücken der Gattung Anopheles übertragen und zwar
vorwiegend in den Nacht- und Dämmerungsstunden.
Alle
Malariaerreger verbreiten sich nach dem Stich über den Blutweg in die Leber,
vermehren sich dort und befallen dann die roten Blutkörperchen (Erythrozyten).
Durch die Vermehrung in den Erythrozyten werden diese zerstört, und es kommt
zur Malariaerkrankung.
Das
gemeinsame Symptom aller Malariaerkrankungen ist HOHES FIEBER (Temperaturen über
38° C), die klinischen Verläufe sind von der Art des Erregers abhängig.
MALARIAERREGER |
KRANKHEITSBILD |
| Plasmodium falciparum | Malaria tropica |
| Plasmodium vivax Plasmodium ovale |
Malaria tertiana |
| Plasmodium malariae | Malaria quartana |
| weibliche Anopheles bei der Blutmahlzeit: Stechmücken sind während der Abend- und Nachtstunden besonders aktiv. |
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Erreger der Malaria tropica, wie sie im Blutausstrich beim Erkrankten gefunden werden können. Jedes befallene rote Blutkörperchen geht an der Infektion letztlich zugrunde. |
Die
bedeutendste und gefährlichste Form der Malaria ist die MALARIA TROPICA
(Infektion mit Plasmodium falciparum).
Der Befall
der roten Blutkörperchen mit dem Erreger ist meist ausgeprägt. Während bei
den „gutartigen Malariaformen“ selten über drei Prozent der roten Blutkörperchen
befallen werden, ist der Vermehrung der Parasiten bei der Malaria tropica im
Blut keine Grenze gesetzt, und innerhalb weniger Tage können so mehr Blutkörperchen
befallen werden, als der Mensch zu ertragen imstande ist. Die Zerstörung der
roten Blutzellen führt zu einer Störung der Durchblutung in den kleinen, für
die Funktion der Organe aber wichtigen Blutgefäßen. Außerdem wird der
Sauerstofftransport in die Organe herabgesetzt (fehlende Durchblutung, zuwenig
sauerstofftragende rote Blutkörperchen).
Aus diesem
Grund können bei der Malaria tropica die klinischen Beschwerden sehr
unterschiedlich sein, in Abhängigkeit von der am meisten eingeschränkten
Organfunktion (hauptsächlich betroffene Organe: Gehirn, Niere, Lunge).
Das Bild der
Malaria tropica kann neben dem obligaten hohen Fieber von Durchfällen,
Leberfunktionsstörungen, Nierenfunktionsstörungen, Störungen der Herz- und
Atemfunktion geprägt sein. Die gefürchtetste und gefährlichste Komplikation
der Malaria tropica ist die cerebrale Malaria, also die Beteiligung des Gehirns.
Die Malaria
tropica stellt ein akut lebensbedrohendes Krankheitsbild dar, und der rasche
Einsatz der richtigen Therapie ist lebenswichtig. Wobei unter „rasch“ nicht
mehr als 24 Stunden ab dem Beginn der Erkrankung zu verstehen ist. Wird die
Malaria zu diesem Zeitpunkt bereits erkannt und behandelt, so hat der Patient
praktisch eine hundertprozentige Überlebenschance. Mit jedem Tag, den man
zuwartet, sinkt die Überlebenschance. Unbehandelt endet die Malaria tropica bei
50 bis 60 % der Mitteleuropäer tödlich!
Bei Malaria
tertiana und quartana tritt ebenfalls hohes Fieber auf, das mitunter einen
bestimmten Fieberrhythmus aufweist. Das Krankheitsbild zeigt jedoch praktisch
immer einen gutartigen Verlauf.
Die
Inkubationszeit (d. h. die Zeit zwischen Infektion und Auftreten der
Krankheitssymptome) ist unterschiedlich, kann zwischen acht Tagen bis zu
mehreren Monaten betragen und ist natürlich auch von der Art des Erregers abhängig.
Auch die Einnahme einer Malariaprophylaxe (Medikament, Einnahmezeitraum) hat
einen Einfluss auf die Inkubationszeit.
Da
es sich bei der Malaria tropica um eine lebensbedrohende Erkrankung handelt,
muss bei HOHEM FIEBER NACH EINEM AUFENTHALT IN EINEM MALARIAGEBIET UNBEDINGT MIT
EINEM ERFAHRENEN ARZT KONTAKT AUFGENOMMEN WERDEN! FOLGENDE ANLAUFSTELLEN SEIEN
GENANNT:
Institut für Tropenmedizin an der Med.Uni. Wien: Tel. 40490/64860;
IV. Med. Abtlg. des Kaiser Franz Josef-Spitals: Tel. 01/60191;
Allgemeines Krankenhaus der Stadt
Wien: Tel. 01/40400
Die Diagnose
einer Malariaerkrankung ist einfach und leicht zu stellen. Die Erreger können
direkt im Blut nachgewiesen werden. Der Nachweis ist jedoch nur dann sicher möglich,
WENN ZUM UNTERSUCHUNGSZEITPUNKT FIEBER (über 38°C) besteht. In diesem Fall wird ein Blutausstrich angefertigt,
gefärbt und mikroskopisch begutachtet.
Verbreitung
der Malaria
(Quelle:
WHO, 2003)
Malaria kommt
in vielen tropischen und subtropischen Regionen vor. Das klassische
Hochrisikogebiet für Malaria ist das tropische Afrika, wo fast ausschließlich
die „bösartige Form“ der Malaria tropica vorkommt. In diesen Regionen
findet die Malariaübertragung ganzjährig und auch in den Städten statt.
Auch in
Indien, Sri Lanka, in vielen Teilen des Fernen Ostens sowie im Amazonasgebiet
findet ganzjährig intensive Malariaübertragung statt. Manche Städte und
Touristenzentren sind jedoch malariafrei.
In
Mittelamerika und auch im Nahen Osten ist die Intensität der Malariaübertragung
regional eher unterschiedlich und wird auch von jahreszeitlichen Faktoren
beeinflusst.
Zum Schutz
vor Malaria stehen vernünftige und wirksame Maßnahmen zur Verfügung, die
jedoch konsequent angewendet werden müssen. Selbstverständlich ist die
Vorgangsweise an individuelle Gegebenheiten (Reiseroute, Gegenanzeigen etc.)
anzupassen (siehe Malariaprophylaxe).
MALARIAPROPHYLAXE
Die
Vorbeugung der Malaria stützt sich auf zwei Maßnahmen, die nach Möglichkeit
parallel zur Anwendung gelangen sollen:
- die
Expositionsprophylaxe (Präparate: siehe unter "Insektenschutz"):
Unter diesem Begriff werden all jene Maßnahmen zusammengefasst, die die
Infektionswahrscheinlichkeit – damit den Stich der infektiösen Anophele –
verhindern sollen. Die Expositionsprophylaxe umfasst daher: Aufbringen von
Repellentien (Diäthyltoluolamid, Ethylenhexanediol) auf unbedeckte Hautstellen,
Imprägnierung von Kleidung mit Repellentien und Insektiziden (Permethrin),
Tragen von langärmliger Oberbekleidung und langen Hosen, Aufenthalt in
klimatisierten Räumen, Anbringen von Drahtgittern vor Fenster- und Türöffnungen
und als eine der wichtigsten Maßnahmen das Schlafen unter imprägnierten
Moskitonetzen. Die Effektivität solcherMaßnahmen,oft
werden mehrere gleichzeitig zur Anwendung gebracht, ist erstaunlich: Eine
Reduzierung der Infektionswahrscheinlichkeit von bis zu 90 % ist in Studien
dokumentiert.
- die
Chemoprophylaxe: darunter versteht man die Einnahme von Medikamenten, die den
Ausbruch einer Malaria verhindern. Es wird nicht die Infektion verhindert,
sondern nur das Auftreten von klinischen Symptomen. Die Medikamente sind in der
überwiegenden Mehrzahl blutschizontozid, d. h. es werden die Formen des
erythrozytären Zyklus der Malariaplasmodien abgetötet (das sind die Stadien
des Erregers, die die roten Blutkörperchen zerstören). Nur wenige Medikationen
sind kausalprophylaktisch wirksam, d.h. es werden bereits Leberformen des
Erregers abgetötet. Eine derartige Form der Prophylaxe nennt man
Suppressivprophylaxe.
Die
Chemoprophylaxe der Malaria hat grundsätzliche Schwächen: Durch die
Entwicklung von Resistenzen (besser: verminderte Empfindlichkeit) des Erregers
der Malaria tropica, wird es immer schwieriger, eine sicher wirksame
Chemoprophylaxe zu geben. Zusätzlich handelt es sich um Medikamente, die
allesamt nicht frei von Nebenwirkungen sind, weshalb in die Überlegung zur
medikamentösen Malariaprophylaxe stets eine Nutzen-zu-Risiko-Kalkulation
einfließen sollte.
Eine reguläre
Vorbeugung wird dann sinnvoll sein, wenn das Malariarisiko hoch, die
medizinische Versorgung vor Ort schlecht und die Resistenzlage bedenklich ist
Eine dritte Möglichkeit, die aber keine Prophylaxe im engeren Sinn
darstellt, ist so vorzugehen, dass man erst vor Ort bei Auftretem von hohem
Fieber ein Malariamedikament nimmt, das eine Akutbehandlung darstellt. Man
bezeichnet dies als „Notfall-Selbsttherapie“ (NST).
Die Verwendung einer Notfallselbsttherapie muss vielen Gesichtspunkten
gerecht werden und man sollte sich sehr genau überlegen, wenn man sozusagen
„ohne Netz“ ins Malariagebiet fährt. Entscheidend für die Wirksamkeit
einer NST sind:
·
Der sofortige
Einsatz bei jedwedem Fieber über 38 Grad, ungeachtet ob zusätzliche
Beschwerden bestehen (wie z.B Durchfall), aber nur, wenn man schon wenigstens 1
Woche im malariagebiet unterwegs ist (davor kann die Malaria auf Grund ihrer
Inkubationszeit nicht ausbrechen)
·
Der Einsatz des
richtigen Medikamentes und der richtigen Dosierung
·
Der raschestmögliche
Arztbesuch trotz NST
Der Vorteil der NST liegt auf der Hand: Man erspart sich sowohl in ökonomischer
Hinsicht (Malariamedikamente sind durchwegs nicht billig) als auch in
medizinischer Hinsicht (Malariamedikamente haben auch Nebenwirkungen) unter Umständen
einiges.
Aber man trägt auch deutlich mehr Risiko: Wenn man nach Fieberausbruch
feststellt, dass man das Medikament nicht verträgt hat man schlechte Karten und
es ist auch immer ein Restrisiko, dass man eventuell zu spät mit dem NST
begonnen hat oder just die Wirkung bei dem Malariastamm, mit dem man infiziert
ist, nicht ausreichend ist (Resistenzproblem).
Der Reisende sollte niemals nur aus Bequemlichkeitsgründen einfach zum
NST greifen, sondern immer erst mit dem Reisemediziner abklären, ob für seine
Reise diese Methode wirklich ausreichend ist und nicht zum lebensgefährlichen
Abenteuer wird.
MEDIKAMENTE
ZUR MALARIAPROPHYLAXE:
Es sind im
wesentlichen die gleichen Medikamente, die auch in der Therapie der Malaria zum
Einsatz gelangen. Grundsätzlich können Medikamente entweder zur regulären
Vorbeugung oder als „Notfallselbsttherapie“ eingesetzt werden:.
RESOCHIN®:
Sehr altes
Malariamedikament. Chininabkömmling. Wirkt auf die Blutformen des Erregers der
Malaria. Ist gut verträglich, bei empfindlichen Personen treten gelegentlich
Beschwerden im Sinne von Magenschmerzen auf. Wird nach dem Körpergewicht
dosiert. Muss eine Woche vor Einreise, während des Aufenthaltes und vier Wochen
nach Verlassen des Malariagebietes genommen werden. Das Medikament kommt nur
mehr sehr selten zum Einsatz, da in den meisten Gebieten der Welt der Erreger
der Malaria tropica bereits unempfindlich auf Resochin ist.
LARIAM®:
Malariamedikament der
neueren Generation. Ebenfalls Chininabkömmling und wirkt auch auf die
Blutformen des Erregers. Außer in Gebieten mit Multiresistenz (Indochina) ist
dieses Medikament als gut wirksam einzustufen. Neuere Untersuchungen (
Die Verwendung des
Mefloquin als stand by ist zwar aus Überlegungen der Wirksa
In der Prophylaxe sollte
über die anderen möglichen Optionen detailliert diskutiert werden und es
sollte – soferne Resistenzprobleme nicht einschränkend sind – eine
Entscheidung über die Wahl des Prophylaktikums mit dem Patienten erarbeitet
werden.
Hinsichtlich des Einsatzes
von Mefloquin in der Schwangerschaft haben sich Änderungen ergeben: In
Deutschland und der Schweiz und seit kurzem auch in Österreich ist die Einnahme
von Lariam im 2. und 3. Trimenon nicht mehr unter „Kontraindikationen“ in
der Fachinformation geführt, die Anwendung daher legalisiert. Im ersten
Trimenon besteht diese Kontraindikation nach wie vor, jedoch ohne substanziellen
Hintergrund. Ergibt sich aus der Reise ein zwingender Grund für die
Lariamprophylaxe (z.B. Reise nach Tansania), so kann nach erfolgter umfassender
Aufklärung (und dem unbedingten Rat, das Reiseziel zu ändern!) und
Unterfertigung eines Reverses durch die Patientin die Gabe erfolgen, denn nach
menschlichem Ermessen kann nichts passieren.
PALUDRIN®:
Sehr altes
Malariamedikament. Wirkt auf Blut und Leberformen. Ist in vielen Gebieten kaum
mehr wirksam. Wird eigentlich nur in Kombination mit Resochin eingesetzt, doch
auch diese Kombination gilt als veraltet. Neuerdings in Kombination mit
Atovaquone als Malarone® erlebt das Mittel
eine Renaissance (siehe dort).
Doxycyclin (VIBRAMYCIN®):
Es ist dies ein außerordentlich
zuverlässiges und auch in der Langzeitanwendung unproblematisches
Malariaprophylaktikum, das stark unterbewertet ist. Es gibt praktisch keine
Prophylaxeversager. Es ist ungeeignet als Notfallselbstmedikation. Neuere Daten
deuten darauf hin, dass Doxycyclinmonohydrate (z.B. Vibramycin®) den Doxycyclinhyclaten (z.B.
Doxybene) deutlich überlegen sind, wenn es um die Wahrscheinlichkeit
dermatologischer Reaktionen bei chronischer Einnahme und gleichzeitiger
Sonnenbestrahlung geht. Die bisherigen Erfahrungen haben auch gezeigt, dass
Hautreaktionen an sich relativ selten auftreten, trotzdem sollten Badeurlauber
von dieser Medikation Abstand nehmen. Aus anderer Indikation
(Q-Fieber-Endocarditis) weiß man, dass eine Einnahme von bis zu fünf Jahren
und 100 mg täglich, wenn auch bei einer kleinen Patientenzahl, keine Probleme
ergab. Die Lehrmeinung sagt heute, dass eine Einnahme bis zu 2 Jahren im Sinne
einer kontinuierlichen Prophylaxe vertretbar ist.
Die üblichen
Kontraindikationen wie Gravidität und Kinder unter acht Jahren bleiben aber
aufrecht und sind zwingend.
MALARONE®:
Kombinationspräparat aus
Proguanil und Atovaquone. Nach nunmehr über vierjähriger Anwendung dieses
Medikamentes lässt sich klar festhalten, dass es als Notfallselbstmedikation
sehr gut geeignet ist und als Prophylaktikum zuverlässig ist. Sein Nachteil ist
bei der Prophylaxe durch die tägliche Anwendung der hohe Preis. Es ist das
einzige derzeit ohne Probleme in der Selbstverwendung einsetzbare Medikament, da
der Patient sich damit einerseits kaum Schaden zufügen kann und andererseits
eine gute Wirksa
Einen Nachteil hat aber
auch das Malarone: Seine Resorption aus dem Darm nach oraler Aufnahme hängt
sehr stark davon ab, ob man vorher etwas Fettreiches gegessen hat: Auf nüchternen
Magen genommen kann die Aufnahme des Medikamentes so stark beeinträchtigt sein,
dass es unwirksam wird.
Hinsichtlich Anwendung in
der Gravidität liegen keine Erfahrungen aus dem Humanbereich vor, im
Tierversuch ergab sich bisher kein Hinweis auf Teratogenität. Es wird also in
der praktischen Handhabung ähnlich vorzugehen sein, wie oben bei Lariam im
ersten Trimenon empfohlen. Kindertabletten sind verfügbar..
RIAMET®:
Dieses Kombinationspräparat
aus Lumefantrin und Artemether ist ausschließlich für die Therapie der Malaria
geeignet, es kann aufgrund der pharmakologischen Eigenschaften der beiden
Komponenten nicht zur Vorbeugung verwendet werden. Riamet® ist
außerordentlich gut wirksam, auch gegen multiresistente Malaria tropica Stämme.
Ebenfalls hervorragend ist das Nebenwirkungsprofil, das in allen bisherigen
Studien keinen Hinweis auf schwerwiegende Folgen ergab. An Nebenwirkungen wurden
vor allem Kopfschmerzen, Schwindel, Schlafstörungen, Übelkeit, Erbrechen und
Durchfall gemeldet, dies allerdings im Rahmen der Behandlung von Malariakranken,
was eine eindeutige Zuordnung der Probleme zum Präparat unmöglich macht. Über
Interaktionen mit anderen Medikamenten ist noch wenig bekannt. Eine
gleichzeitige Gabe von Chinin oder Halofantrin sollte vermieden werden. Die
Therapiedauer ist mit drei Tagen kurz, das Präparat darf nicht auf nüchternen
Magen genommen werden, da beide Komponenten lipophil sind.
Derzeit kaum verwendet, da
im Beipackzettel indirekt vor Einnahme ein Elektrokardiogramm gefordert wird,
was die Praktikabilität der Einnahme durch den Patienten vor Ort fast unmöglich
macht.
Es existieren noch eine
ganze Anzahl weiterer Medikamente, die im Notfall für die Malariaprophylaxe
eingesetzt werden können – dies in jenen Fällen, in denen ein bestimmtes
Medikament nicht genommen werden darf oder nicht vertragen wird.
Die Malariaprophylaxe ist
kompliziert – der Reisende sollte immer zuerst einen Reisemediziner
kontaktieren, bevor er irgendein Malariamittel besorgt!
BEWUSST WURDE IN DIESEM BEITRAG AUF GENAUE AUSKUNFT ÜBER DOSIERUNGEN
ODER GEGENANZEIGEN VON MALARIAMEDIKAMENTEN VERZICHTET – HIER IST ES EINFACH
UNERLÄSSLICH, MIT DEM BERATENDEN ARZT EIN PERSÖNLICHES GESPRÄCH ZU FÜHREN,
DIE INDIVIDUALITÄT SOLCHER AUSKÜNFTE LÄSST EINE SCHEMATISIERUNG NICHT ZU!!
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